moncler scarf Trotz 28 Zentimeter Unterschied auf einer Höhe mit den Ruderern

moncler collection 2013 Trotz 28 Zentimeter Unterschied auf einer Höhe mit den Ruderern

Daß er so viel kleiner ist als die Ruderer des Deutschland Achters, fällt Peter Thiede gar nicht auf. Er mißt 1,67 Meter, die Kraftpakete an den Riemen überragen ihn um 18 bis 28 Zentimeter „Sie stehen auf einer Höhe“, sagt Bundestrainer Dieter Grahn über den Steuermann und seine acht Recken, und meint es natürlich im übertragenen Sinn, denn tatsächlich sieht es manchmal so aus, als hätten die großen Jungs ihren kleinen Bruder dabei. Aber nur auf den ersten Blick, schließlich ist Thiede mit 35 Jahren der älteste und erfahrenste der Crew. Bei den Weltmeisterschaften in Mailand feiert er bereits sein zehntes Dienstjubiläum im Deutschland Achter. Nur, wenn sie zusammen in die Stadt gehen, wundert sich der Steuermann ein bißchen. „Wenn andere Kleine dazukommen“, sagt er, „oder auch nur Normale, dann fällt es mir plötzlich wieder auf, wie groß die sind.“

Niemand aus dem Team würde sich erlauben, Thiede von oben herab zu behandeln. Er ist die Respektsperson im Achter. „Die Miniaturausgabe des Trainers“, sagt der athletische zweifache Olympiasieger Grahn lächelnd. Natürlich hofft Thiede trotzdem, am Sonntag von den Ruderern ganz frech ins Wasser geworfen zu werden. Dann hätten sie nämlich den Titel gewonnen. Es wird ein harter Kampf. Schließlich mißlang der Vorlauf am Montag trotz des Sieges so gründlich, daß die Ruderer hinterher eine Sonderschicht einlegen mußten, um die überschüssige Kraft loszuwerden. „Das war nicht so toll“, sagt Thiede. Nach dem Halbfinale am Donnerstag war er dann zufriedener, obwohl der Achter nur das Nötigste zum Finaleinzug, nämlich den dritten Platz schaffte. „Wir haben nicht auf Teufel komm raus siegen wollen“, sagt Thiede, „das wollen wir am Sonntag.“ Man habe auf einen kämpferischen Endspurt verzichtet, um Kraft zu sparen. Ob der Plan aufgeht? Die schärfsten Rivalen aus Kanada jedenfalls waren im anderen Vorlauf nach 1500 Metern fünf Sekunden schneller als die Deutschen. „Das ist Wahnsinn“,
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sagt Thiede. „Aber auch Kanadier sind Menschen.“

Es ist schon lange her, daß der Steuermann von einer Gold Crew gebadet wurde das war 1995 in Tampere in Finnland. „Sie machen das aus Rache“, sagt Thiede, „weil sie das ganze Jahr auf mich hören müssen.“ Seit 1987 fährt er schon zu Weltmeisterschaften, bis 1990 steuerte der in Ueckermünde südlich von Usedom geborene Mecklenburger den DDR Achter. 1992, als der Dauerbrenner Manfred Klein seine Karriere beendete, holte ihn der damalige Achtertrainer Ralf Holtmeyer zum Stützpunkt Dortmund. Der Platz im Heck des deutschen Flaggschiffs ist seitdem fest in Thiedes Hand. Er hat seine Rolle ausgebaut, steuert nicht nur das Boot und gibt über Lautsprecher den Kommunikator, der die Taktik umsetzt, und der die Ruderer über die Position im Rennen informiert. Er unterstützt die Athleten zu Wasser und an Land, feuert sie an, er ist Assistenztrainer und Psychologe und demnächst auch noch der Vorgesetzte von sieben Besatzungsmitgliedern. Von Oktober an werden sie nämlich bis auf den „Zivi“ Thorsten Engelmann wieder Soldaten, um ihre Olympiavorbereitung logistisch und finanziell abzusichern. Und wen müßten sie dann im Begegnungsfall in der Kaserne zackig grüßen? Peter Thiede, den ersten Soldaten in einer Sportkompanie der Luftwaffe, der es bis zum Hauptfeldwebel gebracht hat.

Nur ein einziger Steuermann und eine Steuerfrau werden bei olympischen Regatten noch gebraucht. Der Zweier und der Vierer mit Steuermann wurden nach 1992 aus dem Programm gestrichen. Ausgerechnet, um Raum für die Leichtgewichte zu schaffen, verschwanden zwei von drei Plätzen für die männlichen Superleichtgewichte, die nur 55 Kilo wiegen dürfen. Auch darum ist der beständige Thiede, der noch nie ein Gramm zuviel auf die Waage gebracht hat, ein Glücksfall für den Achter. Es ist schwer, gute Steuerleute zu finden, denn die Ausbildung ist lang und die internationalen Perspektiven sind gering. Der 21 Jahre alte Stefan Lier aus Krefeld könnte, sofern er keine Gewichtsprobleme bekommt, Thiedes Nachfolger werden. In Mailand steuert er den nichtolympischen Vierer mit. Sollte Thiede seinen Platz im Achter verlassen, will der deutsche Verband ihn als Trainer verpflichten. Aber noch lieber sehen ihn alle am gewohnten Arbeitsplatz. „Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten“, sagt Grahn.
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