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Wurmerkrankungen Würmer medizinisch als Helminthosen bezeichnet gehören zu den Parasiten. Es gibt einige Wurmarten, die auch den Menschen befallen können. In Europa können das Madenwürmer (Oxyuren), Spulwürmer (Ascariden) oder Bandwürmer (Zestoden) sein.

Die Ansteckung erfolgt etwa über mit Eiern verunreinigte Lebensmittel (zum Beispiel rohes beziehungsweise halbgares Fleisch) oder Gegenstände beziehungsweise Finger, die anschließend in den Mund genommen werden. Die als Filariosen bezeichneten Wurmerkrankungen werden durch unterschiedliche Arten von Fadenwürmern verursacht. Filariosen werden meist durch Mücken oder Bremsenstiche übertragen. Infektionen mit Madenwürmern verlaufen normalerweise harmlos und oft unbemerkt. Denn außer einem Jucken am Po, verursacht durch am After abgelegte Eier, zeigen sich meist keine Beschwerden. Der Grund: Die Fadenwürmer verstopfen die Lymphgefäße, wodurch der Lymphabfluss behindert wird. In einem anderen Fall treten durch die sogenannte Flussblindheit (Onchozerkose, durch Onchocerca volvulus ausgelöst) Hautknoten und andere Hautveränderung auf. Im weiteren Verlauf kann es zu Augenstörungen und Blindheit kommen.

Diagnose und Behandlung bei Wurmerkrankungen

Manche Wurmarten wie etwa Spulwürmer lassen sich mithilfe einer Stuhlprobe nachweisen. Eine weitere Möglichkeit ist, mit einem gewöhnlichen Klebestreifen einen Abstrich von der Afterhaut zu nehmen. Dieser lässt sich anschließend unter dem Mikroskop auf mögliche Wurmeier untersuchen. Die toten Würmer und Larven werden dann einfach ausgeschieden. Diese werden mit ausreichender Hygiene und Desinfektion behandelt, um eine weitere bakterielle Infektion zu verhindern. Zudem können Druckbandagen zur Minderung von Schwellungen angelegt werden.

Es gibt keine Schutzimpfung gegen Wurmerkrankungen. Jedoch lässt sich durch bestimmte andere Maßnahmen vorbeugen:

Mehrmals täglich vor allem vor dem Essen und nach dem Stuhlgang die Hände waschen

Salat, Gemüse und Obst immer gründlich waschen

Fleisch und Fisch möglichst nicht roh oder halbgar essenSpielsachen von Kindern, die sie auch im Freien benutzen, regelmäßig mit heißem Wasser und Spülmittel oder in der Spülmaschine reinigen

In den Tropen hilft als Prävention zum einen ein effektiver Mückenschutz: Dazu zählt das Tragen von langen Oberteilen und Hosen sowie ein geeignetes Mückenschutzmittel für die Haut. Ein Moskitonetz für das Bett ist empfehlenswert. Zum anderen eine gründliche Wasserhygiene: Verwenden Sie Wasser nur aus abgepackten und ungeöffneten Flaschen und verzichten Sie auf Eiswürfel im Getränk.